11. Das hölzerne Scheibrad aus Steenwijk, ca. 2280–2130 v. Chr.

Übersicht über die Opfergaben


Das bei Steenwijk gefundene Holzrad stammt aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2130 v. Chr. Es ist eines der ältesten bekannten Räder in dieser Region.

Damals war ein Rad ein außergewöhnlicher und kostbarer Gegenstand. Es gehörte zu einem Wagen, mit dem Menschen schwere Lasten transportieren konnten. Seine Herstellung erforderte viel Zeit und handwerkliches Geschick.

Genau aus diesem Grund glauben Forscher, dass dieses Rad nicht einfach so weggeworfen wurde. Es wurde vollständig gefunden und weist keine deutlichen Abnutzungsspuren auf. Das deutet darauf hin, dass es absichtlich zurückgelassen wurde.

Der Fundort, ein Moor, spielt dabei eine wichtige Rolle. Solche Feuchtgebiete galten in der Vorgeschichte oft als besondere oder heilige Stätten. Die Menschen glaubten, dass man dort anderen Welten näherkommen könne.

Indem sie an einem solchen Ort etwas Wertvolles zurückließen, gaben die Menschen nicht einfach so auf. Es könnte sich um ein Opfer gehandelt haben, zum Beispiel um Hilfe zu erbitten oder Dankbarkeit zu zeigen.

Wir kennen den genauen Grund nicht, da es aus dieser Zeit keine schriftlichen Quellen gibt. Doch die Vorstellung einer bewussten, bedeutungsvollen Handlung wird von Forschern als am wahrscheinlichsten angesehen.

So zeigt dieses Rad, wie wichtig selbst alltägliche Gegenstände im Leben der Menschen in der Vorgeschichte sein konnten.

Die nächste Hörstation ist „Bolletje wol“ von Roswinkel.