9. Münzfund von Hezingen (590–700 n. Chr.)

Übersicht über die Opfergaben


Im Springendal bei Hezingen wurde 2019 eine besondere Sammlung von Gegenständen aus dem frühen Mittelalter, etwa aus dem 7. Jahrhundert n. Chr., gefunden. Dabei handelt es sich um Gold- und Silbermünzen, Schmuck und andere wertvolle Gegenstände.

Die Fundstücke lagen nicht an einem einzigen Ort, sondern in mehreren, dicht beieinander liegenden Ansammlungen. Sie wurden an einer Kreuzung alter Wege gefunden, zusammen mit Spuren von Holzpfählen und anderen Bauwerken. Das deutet darauf hin, dass es sich hierbei nicht um eine Siedlung oder ein Gräberfeld handelte.

Forscher betrachten dieses Gebiet daher als Kultstätte, als einen Ort, an dem Menschen Rituale durchführten und wertvolle Gegenstände opferten. Wahrscheinlich geschah dies nicht nur einmal, sondern regelmäßig, und zwar von verschiedenen Gruppen aus der Region.

Es handelt sich also nicht um einen verborgenen Schatz, den jemand sicher aufbewahren wollte. Die Gegenstände wurden vielmehr bewusst als Opfergabe zurückgelassen, wahrscheinlich für Götter oder höhere Mächte.

Dieser Ort gilt als der größte und am besten erforschte merowingische Kultkomplex der Niederlande. „Merowingisch“ bezieht sich auf das Frühmittelalter, also den Zeitraum von etwa 450 bis 750 n. Chr.

So verdeutlicht Springendal, wie wichtig rituelle Stätten in der Landschaft waren, an denen Menschen an einem festen, bedeutungsvollen Ort Gold und Silber opferten.

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Der nächste Hörpunkt ist: Das Paar von Weerdinge.