6. Kühe und Tiefstall
Im Winter standen die Kühe in einem tiefer angelegten Tiefstall.
In einem Tiefstreu-Stall wurde der Mist nicht täglich entfernt, sondern langsam „aufgeschichtet“.
Der Bauer legte frische Schichten Einstreu auf den Mist, meist Heidegras.
Das sind Heideflächen mit Wurzeln und einer Sandschicht, die den Mist und den Urin aufnahmen.
So entstand eine dicke, feuchte Schicht, die den Kühen als Liegefläche diente.
Im Laufe des Winters konnte diese Schicht bis zu einem Meter hoch werden.
Im Frühjahr wurde der Stall vollständig geräumt und der gut gereifte Mist als natürlicher Dünger auf den Feldern ausgebracht.
So wurde der karge Sandboden fruchtbar, und es entstand die typische Eschenlandschaft von Twente. Es dauerte allerdings sehr lange, bis sich dieses Stück Heide ausreichend erholt hatte, um dort wieder Torf zu stechen.
In der folgenden Geschichte geht es um Schweine, Pferde und Hühner, die die Bauern hielten.