5. Werkzeuge von Flachs bis Garn

Die Herstellung von Leinen aus Flachs war ein langwieriger und mühsamer Prozess.

Zunächst wurde der Boden vorbereitet und der Flachssamen ausgesät.

Etwa 100 Tage später konnte der Flachs geerntet und getrocknet werden, so wie in der kleinen Flachs-Kapelle.

Anschließend musste die Flachssamenkapsel vom Stiel getrennt werden; dies wird als „Repeln“ bezeichnet.

Manchmal wurden die Stängel eine Zeit lang auf dem Feld ausgelegt oder untergetaucht, damit sie verfaulten.

„Roten“ bedeutet, dass sich die Rinde von der Faser löst, weil sich der Klebstoff Pektin auflöst.

Der Verrottungsprozess dauerte 1 bis 2 Wochen, stank und verschmutzte das Wasser.

Danach wurde der Flachs wieder getrocknet.

Um das Flachs zu Garn zu spinnen, waren noch einige Schritte erforderlich:

Viele der Geräte, die dafür verwendet wurden, sieht man oben rechts auf dem Regal, direkt unter dem Dachboden.

Danach folgte das Spinnen: Die Fasern wurden manchmal zuvor an einem Spinnrock befestigt oder direkt aus dem Bündel gezogen und zu Garn versponnen.

Das Garn wurde auf Spulen gewickelt und war damit bereit für den Webstuhl.

Das Spinnen war meist eine Aufgabe für Frauen und Kinder.

Um das Jahr 1300 herum ersetzte das Spinnrad den Spinnkreisel und die Spinnsteine.

Dadurch konnte die Bäuerin schneller und gleichmäßiger Garn herstellen.

In der folgenden Geschichte erzählen wir etwas über Kühe, die im Winter im „Los Hoes“ in einem Tiefstall lebten.