2. Name des Los Hoes

Der Name „Los Hoes“ leitet sich vom niedersächsischen „lös hoes“ (Plural: „lösse huze“) ab.

Wahrscheinlich bedeutet es „offenes Haus“, da es früher nur einen großen Raum gab, in dem Menschen und Tiere gemeinsam unter einem Dach schliefen.

Im Winter war es dort schön warm.

Der hintere Teil des Hauses bei den großen Türen hieß „Deel“ und diente als Stall und Arbeitsraum.

Der vordere Teil war der Wohnbereich.

Manchmal wird angenommen, dass sich der Name auch auf den Bausatzcharakter des Hauses bezieht (los = nicht fest).

Die Holzbalken waren oft nummeriert und durch Zapfenverbindungen miteinander verbunden.

Das bedeutet, dass das Gebäude manchmal abgerissen und an anderer Stelle wieder aufgebaut wurde, beispielsweise wenn der Boden ausgelaugt war und der Bauer ein besseres Stück Land fand.

Wenn die Familie größer wurde oder das Geschäft gut lief, konnten zusätzliche Ankerbalken dazugekauft werden.

Auf diese Weise wurde der Bauernhof verlängert.

Dort gab es einen regen Handel damit.

Auch in der nächsten Geschichte betreten wir das „Los Hoes“ noch immer nicht.

Wir betrachten nun zunächst das Giebelzeichen an der Dachspitze.